Spiel, Spaß, Sicherheit: Ihr Guide für den eigenen Outdoor-Spielbereich im Garten

Spiel, Spaß, Sicherheit: Ihr Guide für den eigenen Outdoor-Spielbereich im Garten

 

 

Die Sonne lacht und Sie und Ihre Kinder zieht es nach draußen. Während Sie im Kopf schon die Blumenbeete planen oder einfach Ihren ersten Kaffee des Tages auf der Terrasse genießen möchten, haben Ihre Kinder ganz andere Pläne: spielen, toben, klettern, schaukeln – aber ganz sicher nicht Unkraut jäten.

Und Hand aufs Herz: Auch für Sie verläuft der Gartentag deutlich entspannter, wenn Ihre Kinder sich im eigenen Garten beschäftigen können, statt dass Sie zum nächsten Spielplatz fahren und die Gartenarbeit – und die Kaffeepause – wieder warten müssen.

Wenn Sie gerade überlegen, einen eigenen Spielbereich für Ihre Kinder anzulegen, sind Sie hier genau richtig. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den perfekten Outdoor-Spielbereich im eigenen Garten planen und bauen – mit nützlichen DIY-Tipps und viel persönlicher Erfahrung.

 


 

1. Welche Bedürfnisse hat Ihr Kind – und welche Anforderungen haben Sie?

 

Am Anfang steht die wichtigste Frage: Was braucht Ihr Kind – und was wünschen Sie sich von einem Spielbereich im eigenen Garten?

 

Alter und Entwicklungsstand

 

Schauen Sie zuerst auf das Alter und den Entwicklungsstand Ihrer Kinder:

  • Jüngere Kinder buddeln gern im Sand, verstecken sich in Spielhäusern oder Zelten und lieben Rollenspiele.
  • Ältere Kinder wollen sich auspowern, ihre motorischen Fähigkeiten ausbauen und immer neue Bewegungen ausprobieren: klettern, schaukeln, rutschen, balancieren, usw.

Idealerweise planen Sie den Spielbereich so, dass er "mitwachsen" kann: vom Sandkasten- und Versteckparadies bis zur Kletter- und Abenteuerzone.

 

Platz und Lage im Garten

 

Wie viel Platz steht Ihnen zur Verfügung? Vielleicht haben Sie schon eine Ecke im Blick. Achten Sie dabei auf:

  • Lichtverhältnisse: Der Bereich sollte nicht den ganzen Tag im Schatten liegen, damit Sand und Spielturm nach Regen gut trocknen können. In der prallen Sonne benötigen Ihre Kinder jedoch zusätzlichen Sonnenschutz. Ideal ist ein Platz im Halbschatten.
  • Baumbestand: Bäume direkt über dem Spielbereich bedeuten Blüten, Laub und häufiges Reinigen. Ein bisschen Schatten ist gut, ein "Laub- und Blütenregen" eher weniger.
  • Abstand zu Hindernissen: Halten Sie genügend Abstand zu Hecken, Dornen, Teichen oder Ihrem Lieblingsblumenbeet. Das schützt sowohl Ihre Kinder als auch Ihre Pflanzen vor allzu stürmischem Bewegungsdrang.
  • Sichtbarkeit: Wichtig ist, dass Sie den Bereich von der Terrasse oder aus dem Haus gut einsehen können. So genießen Sie in Ruhe Ihren Kaffee, während Sie die Abenteuer im Blick behalten.

 


 

2. Der richtige Standort: Wo im Garten soll der Spielbereich entstehen?

 

Der passende Standort hängt von den Bedürfnissen ab, die Sie ermittelt haben. Grundsätzlich gilt:

  • Halbschatten ist ideal.
  • Gute Einsehbarkeit von Terrasse oder Wohnbereich sorgt für entspannte Eltern.

Bei Spieltürmen gibt es noch ein paar Extras zu beachten:

  • Abstand zur Grundstücksgrenze: Planen Sie den Turm so, dass Ihre Kinder von der Plattform aus nicht direkt in den Nachbargarten schauen und der Turm keinen Schatten auf die Beete nebenan wirft. So bleibt das nachbarschaftliche Verhältnis sonnig.
  • Sicherheitsabstand: Rund um den Spielbereich sollte ein Sicherheitsabstand von etwa 2 Metern zu Hindernissen wie Hecken, Bäumen, Mauern, Teichen oder Büschen eingehalten werden.

 

Der richtige Untergrund

 

Der Untergrund muss zu den geplanten Spielelementen passen:

  • Der Boden sollte flach, eben und gut durchlässig sein, damit alles stabil steht und sich keine Pfützen bilden.
  • Für einen Sandkasten empfiehlt es sich, falls vorhanden die Grasnarbe abzustechen und ein Sandschutzvlies auszulegen. So wächst kein Unkraut von unten in den Sand ein. Ein gutes Vlies ist wasserdurchlässig und verhindert Staunässe.
  • Auch Spielgeräte wie Spieltürme und Schaukelanlagen sollten auf einem gut durchlässigen Boden bzw. Untergrund stehen, um Pfützenbildung und ein schnelleres Verrotten des Holzes zu vermeiden.

 


 

3. Der Spielturm: Das Highlight des Spielbereichs

 

Der Spielturm ist das Herzstück Ihres Gartenspielbereichs. Bei der Auswahl lohnt es sich, ein paar Punkte genauer anzuschauen:

 

Größe und Form

 

  • Bei wenig Platz wählen Sie einen kompakten Turm, der auf kleinen Raum verschiedene Bewegungselemente vereint.
  • Haben Sie mehr Raum, können Sie zu größeren Modellen mit mehreren Ebenen greifen und mit Rutsche, Schaukel, Sandkasten und anderen Elementen erweitern.

 

Material

 

Nicht nur, weil Kay Tischler ist, würden wir uns immer für Holz entscheiden. Holz ist:

  • nachhaltig und umweltfreundlich,
  • fügt sich harmonisch in die natürliche Gartenumgebung ein,
  • wird im Sommer nicht unangenehm heiß,
  • pflegeleicht, langlebig und gut anpassbar für kreative, individuelle Spielmöglichkeiten.

 

Sicherheit

 

Ein Spielturm sollte immer im Erdreich verankert werden. Verwenden Sie dazu am besten H-Anker zum Einbetonieren oder ggf. Erdanker zum Eindrehen. So steht der Turm stabil und Ihre Kinder können unbeschwert spielen.

Achten Sie außerdem auf:

  • abgerundete Kanten,
  • rutschfeste Stufen,
  • kindersichere Aufstiege.

Für all diese Punkte gibt es gesetzliche Normen, die die Sicherheit von Spielgeräten regeln und bei unseren Spieltürmen angewendet werden – zum Beispiel Abstände zwischen Klettersprossen oder zwischen Schaukel- und Kletterelementen. 

 

Mitwachsendes Zubehör

 

Ein guter Spielturm lässt sich an die Entwicklung Ihrer Kinder anpassen:

  • Die Babyschaukel weicht später einfach einer Nestschaukel und danach einer Brettschaukel.
  • Kletterelemente lassen sich austauschen: vom Kletterseil mit oder ohne Knoten bis hin zur Strickleiter.

Mit wenigen Handgriffen sollten die Schaukel-Elemente am Spielturm ausgetauscht werden können, zum Beispiel über Schaukelhaken mit Karabiner.

Wenn Sie noch tiefer in das Thema Spielturm und Zubehör eintauchen möchten, dann lesen Sie einfach weiter in unserem Blog-Artikel: "Von Sandkasten bis  Hangelstrecke: Ihr Leitfaden zur richtigen Spielturm-Basis und altersgerechtem Zubehör"


 

4. DIY-Bau des Spielturms – so geht’s!

 

Wenn Sie sich für den Bau eines eigenen Spielturms entscheiden, wird Ihr Gartenprojekt zum echten DIY-Abenteuer. Folgende Schritte helfen Ihnen bei der Planung:

 

4.1 Planung und Materialwahl

 

Beginnen Sie mit einer Skizze und einem Plan. Überlegen Sie, welche Elemente Ihr Spielturm enthalten soll: Kletterwand, Rutsche, Schaukel, Sandkasten? Für die Konstruktion eignen sich natürlich wetterbeständige Holzarten wie Lärche und Douglasie oder Materialien aus kesseldruckimprägnierten ("kdi") Hölzern wie z.B. Fichte oder Kiefer. Zusätzlich benötigen Sie: Schrauben, geeignete Holzschutzmittel oder Lasuren, ggf. Pfostenverbinder sowie Erd- oder H-Anker für die Stabilität. Denken Sie bei der Größe an den umlaufenden Sicherheitsabstand von circa 2 Metern. Informieren Sie sich vorab über Normmaße für Sprossenabstände und ähnliche sicherheitsrelevante Details.

 

4.2 Grundgerüst bauen

 

Das Grundgerüst des Spielturms besteht aus stabilen Pfosten. In unseren Spieltürmen haben diese beispielsweise einen Querschnitt von 9 x 9 Zentimetern. Da sie das tragende Element darstellen, sollten sie nicht zu dünn gewählt werden.

  • Verankern Sie die Pfosten sicher im Boden.
  • Verwenden Sie am besten H-Anker zum Einbetonieren, um die Pfosten stabil und sicher zu fixieren.
  • Achten Sie darauf, dass das Fundament frostsicher gegründet & stabil genug ist, um das Gewicht des Turms und der spielenden Kinder zu tragen. 
  • Tipp: Leihen Sie sich im örtlichen Baumarkt/Werkzeugverleih einen passenden Erdbohrer um die Punktfundamente zügig und ohne größere schweißtreibende Handarbeit auszuheben.

 

4.3 Plattform und Wände

 

Nun entsteht die Bühne für die großen Abenteuer:

  • Bauen Sie eine stabile Plattform, die das Gewicht der Kinder gut trägt, zum Beispiel aus soliden Holzdielen.
  • Die Verbindung zwischen Wänden (zum Beispiel Spielturm-Plattform oder Spielwand) und dem Gerüst (tragende Pfosten oder Stützen) ist entscheidend für Stabilität und Sicherheit.

Bewährte Verbindungsarten sind zum Beispiel:

  • Winkelprofile
  • kräftige Schraubverbindungen direkt ins Holz (ausreichend dimensionierte Schrauben verwenden),
  • verschraubte Latten als Verbindung zwischen senkrechten Pfosten und aufliegenden Brettern
  • zusätzliche Bretter, diagonal angebracht, zur Stabilisierung

Wählen Sie die Methode, die zu Ihren handwerklichen Fähigkeiten passt – wichtig ist, dass alles sicher, ausreichend dimensioniert, stabil und sauber verarbeitet ist.

 

4.4 Oberflächenbehandlung

 

 

Vorab: Unsere Spieltürme, welche Sie bereits als fertige Bausätze im Shop finden, sind bereits werkseitig mit einer hochwertigen Kesseldruckimprägnierung versehen und benötigen somit keinen zusätzlichen Schutzanstrich.

Sofern Sie im DIY-Projekt unbehandelte Hölzer wie z.B. Fichte & Kiefer verwenden, vergessen Sie nicht die Holzschutzbehandlung, damit Ihr Spielturm lange Freude bereitet:

  • Nutzen Sie geeignete Holzschutzmittel für den Außenbereich
  • Farbliche Lasuren geben dem Spielturm einen individuellen Look.

Wichtig: Verwenden Sie keine Lacke, da diese die Oberfläche versiegeln und die natürliche Feuchtigkeit im Holz einschließen. Das kann zu Schimmelbildung und Rissen führen.

Lasuren hingegen sind:

  • atmungsaktiv,
  • ermöglichen einen Feuchtigkeitsausgleich,
  • dringen ins Holz ein und schützen von innen,
  • lassen die natürliche Holzstruktur sichtbar,
  • enthalten in modernen Varianten oft einen UV-Schutz, der das Holz länger wetterfest hält und das Vergrauen verzögert.

 

4.5 Zubehör einbauen

 

Jetzt wird es spannend für die Kinder:

  • Ergänzen Sie den Turm um Rutschen, Schaukeln oder Kletterseile.
  • Achten Sie darauf, dass alle Bauteile gut gesichert sind und keine scharfen Kanten oder spitzen Ecken haben. 
  • Für Anbauelemente wie Schaukel oder Rutsche sollten Sie bereits in der Bauplanung Podeste oder Anbaubalken vorsehen.
  • Kletterwände aus Netzen oder mit Klettersteinen lassen sich gut zwischen zwei Pfosten montieren.
  • Kleinere Extras wie Fernrohr, Steuerrad oder Glocke können Sie nachträglich am Grundgerüst anbringen.

Spielturm-Zubehör finden Sie übrigens in unserem Shop.

 


 

5. Sicherheit geht vor: So schützen Sie Ihre Kinder beim Spielen

 

Sicherheit ist beim Spielen im Garten das A und O. Mit ein paar einfachen Maßnahmen schaffen Sie eine rundum geschützte Spielumgebung:

 

Bodenbelag

 

Rund um den Spielturm sollte ein weicher, stoßdämpfender Bodenbelag gewählt werden. Wenn Sie den Spielturm auf einer Rasenfläche aufbauen, sollten Sie einplanen, dass das Rasenmähen durch Pfosten und Anbauelemente deutlich aufwendiger wird.

Sinnvoller sind Bodenbeläge, wie:

  • Rindenmulch,
  • Sand,
  • Gummimatten.

Das reduziert das Risiko von Verletzungen bei Stürzen. Wofür Sie sich entscheiden, hängt von der Nutzung ab: Haben Sie zum Beispiel ein integriertes Fußballtor, sind Sand oder Rasen oft praktischer als Rindenmulch.

 

Schutzvorrichtungen

 

  • Schützen Sie Schrauben mit Abdeckkappen, damit sich niemand daran verletzt und die Schrauben vor Nässe geschützt sind.
  • Verwenden Sie Schaukelschellen mit Karabiner, damit die Schaukel sicher aufgehängt ist und sich nicht plötzlich löst, weil ein Aufhängseil am Balken durchscheuert.

 

Regelmäßige Kontrolle

 

  • Überprüfen Sie regelmäßig alle Bauteile des Spielturms auf Abnutzung oder Lockerungen.
  • Eine kleine Wartungsrunde von Zeit zu Zeit sorgt dafür, dass der Spielturm dauerhaft in einwandfreiem Zustand bleibt.

 

Mehr zum Thema Spielturmsicherheit erfahren Sie in unserem Blog-Artikel: "Sicher spielen im eigenen Garten: Die große Sicherheits-Checkliste für Spieltürme & Outdoor-Spielzeug"

 


 

6. Kreative Spielideen und Zubehör: Aus dem Turm wird ein Abenteuerland

 

Ein Spielturm ist erst der Anfang – mit ein bisschen Zubehör und Fantasie wird daraus ein ganzes Universum:

  • Sandkasten: Ein Sandkasten direkt unter dem Turm ist ein idealer Ort, um die Fantasie Ihrer Kinder anzuregen. Mit einer Abdeckplane können Sie ihn vor Tieren und Schmutz schützen.
  • Hängematten und Schaukeln: Eine Hängematte oder zusätzliche Schaukeln in der Nähe des Turms bieten weitere Möglichkeiten zum Toben und Entspannen.
  • Hochbeet oder Balkonkasten für Kinder: Eine kleine Gartenecke mit Kräutern oder Blumen macht den Spielbereich noch lebendiger. Ihre Kinder können beim Pflanzen und Gießen helfen und erleben den Garten mit allen Sinnen.
  • Lichterketten und bunte Flaggen: Mit ein paar Dekoelementen wird der Spielbereich zur Ritterburg, zum Piratenschiff oder Märchenschloss. So bringen Sie im Handumdrehen noch mehr Fantasie und Freude ins Spiel.

 


 

7. Abschließende Gedanken: Ein Ort für Spiel, Bewegung und gemeinsame Zeit

 

Mit etwas Planung und Arbeit schaffen Sie einen wundervollen, sicheren und kreativen Spielbereich, der nicht nur Spaß macht, sondern auch die motorischen und sozialen Fähigkeiten Ihrer Kinder fördert.

Der Bau eines Spielturms ist eine schöne Gelegenheit, gemeinsam etwas zu gestalten – ein wertvolles DIY-Projekt für alle, die gern selbst Hand anlegen. Ob Sie sich für ein vorgefertigtes Modell entscheiden oder Ihren Spielturm selbst bauen: Ihr Garten wird zu einem Ort voller Fantasie, Bewegung und unvergesslicher Momente.

Und das Schönste daran: Ihre Kinder erleben ihr persönliches Abenteuerland direkt vor der Haustür – während Sie Ihren Kaffee auf der Terrasse genießen.

Viel Freude beim Planen, Bauen und Spielen wünscht Ihnen Anschütz.shop!


 



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